Sie befinden sich hier: themenschwerpunkte / demenz / was bedeutet Demenz?
Sonntag, 24.06.2018

Was bedeutet Demenz?

Experten gehen davon aus, dass etwa 70 Prozent der Patienten unter der so genannten Alzheimer-Demenz leiden. Diese Erkrankung wurde nach seinem Entdecker, dem Psychiater und Neuropathologen Alois Alzheimer benannt. Die genaue Ursache ist noch ungeklärt, man weiß jedoch, dass die Gedächtnisstörungen durch die langsame Reduzierung von Nervenzellen ausgelöst werden.

Daneben gibt es die „vaskuläre Demenz“. Dabei kommt es in Folge von Durchblutungsstörungen des Gehirns zu einem Absterben von Nervengewebe. Vom Ausmaß der Durchblutungsstörung hängt es ab, wie ausgeprägt die demenzielle Folgeerkrankung ist.

In Deutschland leben heute übrigens bis zu 1,5 Millionen Menschen, die an Demenz erkrankt sind. 80.000 Demenz-Patienten gibt es allein in Rheinland-Pfalz. Die meisten von ihnen werden in ihren Familien betreut und versorgt. Das Risiko, an Demenz zu erkranken, wächst mit steigendem Lebensalter. Während die Wahrscheinlichkeit einer Demenz-Erkrankung im Alter zwischen 65 und 69 Jahren bei rund zwei Prozent liegt, leiden bereits 25 Prozent der Menschen zwischen 80 und 90 Jahren darunter. Durch eine frühzeitige Diagnose und Behandlung lässt sich der Krankheitsverlauf verzögern.


Symptome der Erkrankung


Die Ausprägung und Anzahl der Anzeichen einer Demenz-Erkrankung ist abhängig vom Krankheitsstadium und dem individuellen Verlauf der Krankheit. Eine Vielzahl der Patienten leiden unter Störungen des Gedächtnisses. Dies äußert sich in alltäglichen Situationen, zum Beispiel beim Rechnen, einem eingeschränkten Erinnerungsvermögen, was Namen und Personen betrifft, sowie einer veränderten Wahrnehmung. In der frühen Krankheitsphase werden die Einschränkungen im Alltag häufig auf das hohe Alter geschoben, ein Besuch beim Arzt wird nicht in Erwägung gezogen.

Mit zunehmendem Verlauf der Krankheit hat der Betroffene Schwierigkeiten bei der Orientierung, er verliert langsam die Fähigkeit, sich sprachlich auszudrücken und verändert seine Persönlichkeit. Zudem verändert er sein Verhalten und kann unter Angstzuständen und Verstimmungen leiden. Angehörige, aber auch der Betroffene selbst spüren, dass sich seine geistige Leistungsfähigkeit verändert. Alltägliche Situationen, wie das Ausfüllen von Formularen, fallen schwer.

Im weiteren Verlauf der Erkrankung hat der Betroffene Probleme, alltägliche Aufgaben zu bewältigen. Er ist auf fremde Hilfe angewiesen, zum Beispiel beim Einkaufen, Kochen oder bei der Körperpflege.


Hilfe durch mobilen Pflegedienst


Derzeit leben in Deutschland etwa zwei von drei Demenz-Erkrankte in den eigenen vier Wänden. Diese Zahl spiegelt den Wunsch der meisten Menschen wider, im Alter in der gewohnten Umgebung zu bleiben. In der Regel sind es nahe Angehörige, die sich um Demenz-Erkrankte kümmern. Anfangs genügt es, regelmäßig nach dem Rechten zu sehen. Später benötigen betroffene Familienmitglieder aber weit mehr Hilfe. Wer einen demenzkranken Menschen pflegt, hat auch Anspruch auf die professionelle Unterstützung eines ambulanten Pflegedienstes, der zum Beispiel beim Waschen, beim Aufstehen und beim Gang zur Toilette hilft. Allerdings muss der Dienstleister von der Pflegekasse anerkannt sein. Auch die Kosten für die zur Pflege notwendigen Hilfsmittel werden von der Pflegekasse übernommen.