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DAS BESTE, WAS SIE FÜR IHRE FÜßE TUN KÖNNEN !


70 Prozent der Deutschen leiden an einer Fußerkrankung - und dabei sollen uns unsere Füße im Laufe unseres Lebens rund viermal um die Erde tragen. Hinzu kommt, dass sich die Füße im Alter verändern. Das ist ein ganz normaler Prozess.

Unsere zwei größten Zivilisationskrankheiten sind zu wenig Bewegung und Übergewicht. Hinzu kommt, dass der Mensch in der westlichen Zivilisation aus modischen Gründen (oder falschen Angewohnheiten heraus) anatomisch nachteilige Schuhe trägt. Einlagen  und orthopädische Schuhe werden bei bestimmten Krankheitsbildern speziell für Patienten gefertigt, um Beschwerden zu lindern. Erkrankungen, bei denen häufig Einlagen oder orthopädische Schuhe benötigt werden, sind unter anderem die Zuckerkrankheit (Diabetes) und Fußfehlstellungen. Lesen Sie alles über Einlagen und orthopädische Schuhe: Wann sie benötigt werden und was Sie beachten müssen.

Die Gesundheit beginnt am Fuß

Je nach Beschwerden und Therapieziel unterscheidet der Arzt zwischen verschieden orthopädischen Einlagesohlen.

  • Einlagen nach Maß
  • Einlagen mit Fersenerhöhung
  • Einlagen bei Fersensporn
  • Einlagen bei Hallux Vagus
  • Einlagen bei offenen Stellen
  • Einlagen beim Senkfuß
  • wärmende Einlagen
  • kühlende Einlagen
  • weiche Einlagen
  • stoßdämpfende Einlagen
  • Einlagen für Lauf- und Sportschuhe

WANN BENÖTIGT MAN EINLAGEN ODER ORTHOPÄDISCHE SCHUHE?

Einlagen und orthopädische Schuhe haben den Zweck, Beschwerden oder Fehlstellungen auszugleichen und zu korrigieren, die allerdings zuvor von einem Arzt diagnostiziert werden sollten.

In der Regel werden die Kosten von Ihrer Krankenkasse übernommen. Dazu gibt es weiter unten eine genaue Erklärung.

Folgende Krankheitsbilder stellen sich am häufigsten dar:

  • Fußfehlstellungen, zum Beispiel Plattfuß, Hohlfuß oder Klumpfuß

  • Durchblutungs- und Empfindungsstörungen mit Geschwürbildung bei zuckerkranken Patienten (Diabetisches Fußsyndrom)

  • Stabilisierung des Restfußes nach Amputation von Fußanteilen

  • Arthrose im Sprunggelenk oder in den Fußwurzelgelenken

  • Lähmungen im Beinbereich

  • Rheumatische Erkrankungen im Fuß

  • Gelenkinstabilitäten

  • Beinlängenunterschied von mehr als drei Zentimeter

WAS GESCHIEHT BEI DER ANPASSUNG VON EINLAGEN UND ORTHOPÄDISCHEN SCHUHEN?

Nachdem der Arzt Einlagen oder orthopädische Schuhe verschrieben hat, lässt der Patient seinen Fuß bei einem Orthopädieschuhtechniker vermessen. Dabei zeichnet der Techniker nicht nur die Umrisse beider Füße auf, sondern erstellt auch mit digitalen Messgeräten ein Druckprofil der Fußsohle. Dadurch erkennt er, an welcher Stelle die Füße besonderen Belastungen ausgesetzt sind. Zusätzlich überprüft er das Gangbild und vermisst die Beinachsen sowie mögliche Unterschiede in den Beinlängen.

Anhand dieser Informationen werden Einlagen und Schuhe genau auf die Bedürfnisse des Patienten ausgerichtet.

Computergestützt wird dann ein Holzleisten – ein Abbild des Fußes – gefräst, mit dem schließlich ein Probeschuh aus Kunststoff erstellt wird, um Passgenauigkeit und Komfort zu gewährleisten. Passt der Probeschuh, stellt der Orthopädieschuhtechniker die eigentlichen Orthopädie-Schuhe in Handarbeit her. Der Patient hat hierbei selbstverständlich Einfluss auf das Design.

Die besondere Pflege am "Diabetischen Fuß"

Mit diabetischen Füßen können Sie ein sehr komplexes Problemgebilde haben. Er könnte eine Spätfolge bei schlecht eingestelltem Diabetes mellitus sein. In diesem Fall verändert sich die Fußform was mit einer Veränderung der Zehenstellungen eingeht. Diese nehmen dann eine sogenannte Krallenzehenfehlstellung ein. Zusätzlich werden die Füße trocken und rissig. Aber am schlimmsten ist infolge dessen, die verminderte Schmerzwahrnehmung. Diesem entgegnet man mit speziellem, orthopädischem Schuhwerk.

Mögliche Anzeichen können sein:

Mit dem Begriff „diabetisches Fußsyndrom“ (DFS) wird ein Komplex von Symptomen im Bereich der Füße und Unterschenkel bezeichnet, die sich infolge einer Diabeteserkrankung entwickeln können.

  • Fußverletzungen (Läsionen)

  • Schlecht heilende Geschwüre (Ulzera) mit oder ohne Infektion

  • Schwäche der Fußmuskulatur

  • Verformungen des Fußes bzw. der Zehen (Krallenfuß)

  • Gangrän: Gewebsnekrose, also Absterben von Gewebe durch Mangeldurchblutung.

  • Charcot-Fuß (Diabetische Neuro-Osteoarthropathie, DNOAP): Besonders schwere Form des diabetischen Fußes, bei der es zu Veränderungen des knöchernen Fußskeletts kommt, die von den Betroffenen nicht oder erst spät durch die begleitenden Rötungen, Schwellungen oder Fehlstellungen bemerkt werden.

Orthopädie-Schuhe sind medizinische Schuhe, die ein ausgebildeter Orthopädieschuhtechniker für einen Patienten individuell anfertigt nachdem Sie einen ärtzlichen Rat zugezogen haben. Sie dienen der Stabilisierung und Verbesserung des Ganges bei schweren Fuß- oder Beinfehlstellungen und verringern oder bestenfalls lassen Ihre Schmerzen verschwinden. Auch beugen sie Fehlbelastungen vor, die wiederum zu Komplikationen und Spätfolgen führen können. Orthopädische Schuhe kommen immer dann zum Einsatz, wenn maßgefertigte Schuheinlagen oder technische Anpassungen gewöhnlicher Schuhe nicht mehr ausreichen, um Beschwerden zu lindern.

Orthopädische Schuhe gibt es als normale Alltagsschuhe, als Sport- oder Badeschuhe und als Hausschuhe. Für den beruflichen Einsatz werden auch orthopädische Sicherheitsschuhe hergestellt. Längst ist die Zeit vorbei  Folgende Eigenschaften zeichnen orthopädische Schuhe aus

  • Druckentlastung

  • Ermöglichung einer natürlichen Abrollbewegung

  • Stabilisierung des Fußbetts

  • Verringerung von Schmerzen beim Gehen

  • Ausgleich von Beinlängenunterschieden

 

Je nach Beschwerden und Therapieziel unterscheidet der Arzt verschiedene orthopädische Enlegesohlen.

Speziell für Sie angefertigte Einlagesohlen sind für eine unterstützende Therapie verschiedenster Probleme am Fuß hilfestellend. Orthopädische Einlagen werden eher bei beginnenden Fußfehlstellungen eingesetzt.

Bei folgenden Fußfehlstellungen wird Ihr Arzt Ihnen Orthopädische Eilagen verschreiben :

  • Spreizfuß

  • Hohlfuß

  • Knick-Senk-Fuß

  • Schmerzen des Mittelfußknochens

  • Instabilität im oberen Sprunggelenk

  • Fehlstellungen bei rheumatischen Erkrankungen

  • Bei Diabetis Mellitus

Orthopädische Schuhe sollten sorgfältig gepflegt werden, damit ihre Funktion möglichst lange erhalten bleibt. Obwohl sehr dauerhaftes und qualitativ hochstehendes Material für orthopädische Schuhversorgungen verwendet wird, nutzt sich dieses beim steten Gebrauch ab. Daher sollte mindestens einmal im Jahr alles vom Orthopädie-Schuh-Techniker kontrolliert werden. . Dieser kann schräg abgelaufene Absätze reparieren und Fussbettungen oder Einlagen neu beziehen, damit diese die vorgesehene Dämpfungswirkung wieder entfalten können. Er überprüft auch, ob das abgegebene Material noch passt oder ersetzt werden muss.

Um das Material zu Hause zu pflegen, stehen Ihnenhandelsübliche Produkte zur verfügen. Achten Sie am besten immer darauf, dass Ihre Schuhe nicht zuviel Feuchtigkeit ausgesetzt sind.
 

Wenn Sie gesetzlich versichert sind, haben Sie einen Anspruch auf maßgefertigtes, orthopädisches Schuhwerk. Aktuell gibt es einen zu zahlenden Eigenanteil in Höhe von 10 € von dem Patienten zu dem eigentlichen Eigenanteil.

Bedingungen hierfür sind:

Es ist meistens ein Facharzt der bei Ihnen diagnostiziert hat, dass ein orthopädisches Hilfsmittel notwendig ist.

 


Für Menschen mit weniger ausgeprägten körperlichen Beeinträchtigungen wird eine Massanfertigung nicht unbedingt als nötig befunden. Bei ihnen kann deshalb alternativ eine entsprechende Zurichtung am Konfektionsschuh vorgenommen werden. Die Zurichtung des handelsüblichen Schuhwerks gilt als Regelleistung der gesetzlichen Krankenkasse und die Kosten werden entsprechend übernommen.


 

Kassenleistungen in Verbindung mit orthopädischem Schuhwerk sind bei gesetzlichen Krankenkassen regelmäßig an verschiedene Beschränkungen und Bedingungen geknüpft. Dazu zählen:

Die Erstausstattung hat in der Regel folgenden Umfang:

  • Zwei Paar orthopädische Straßenschuhe

  • Ein Paar orthopädische Hausschuhe

  • Ein Paar orthopädische Sportschuhe

  • Ein Paar orthopädische Badeschuhe

Eine Änderung von orthopädischem Schuhwerk erfolgt nur für den funktionsgestörten, bedürftigen Schuh. Wenn orthopädisches Schuhwerk umgestellt werden soll, ist eine neue ärztliche Verordnung nötig. Genehmigt wird eine Umstellung aber nur, wenn der Fuß eine Abweichung von mindestens 1,5 cm zeigt. Die Abweichung kann in der Dicke, Länge oder Breite entstanden sein.

Bei der Nachversorgung fällt für Patienten der Berufsgenossenschaft ein Eigenanteil an, der sich auf einen verletzten Fuß bezieht. Sofern beim Patienten der Berufsgenossenschaft beide Füße aufgrund einer Verletzung behandlungsbedürftig sind, entfällt der Eigenanteil.

Eigenanteil für BG Patienten:

  • Orthopädische Straßenschuhe  38 €

  • Orthopädische Sportschuhe      15 €

  • Orthopädische Hausschuhe      20 €

Gesund, bequem und gleichzeitig chic!

Vorbei sind die Zeiten, in denen orthopädische Gesundheitsschuhe unschön ausfielen. Genießen Sie je nach Jahreszeit Zehenfreiheit und genügend Platz für Ballen und Spann. Eine wohltuende Dämpfung entlastet zudem auch Ihren Rücken und Gelenke bei jedem Schritt und hilft Ihnen die richtige Balance aus Halt und Freiheit zu finden.

Wir können Ihren individuellen Schuh nicht nur nach Ihren Bedürfnissen, sondern auch nach Ihrem modischen Geschmack herrichten. Denn Sie sollen sich in jeder Situation ausnahmslos wohlfühlen.

Übrigens, meine Damen wussten Sie schon... ?

In jahrelangen Tests hat ein bekannter Schuhingeneur in Zusammenarbeit mit seinem Vater, einem erfahrenen Orthopäden, die Wirkmechanismen von orthopädischen Einlagen aus flachen Schuhen auf hohe Schuhe übertragen. Nach zwei Dutzend Prototypen und 1.600 Teststunden stand ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann: Ein speziell auf High Heels angepasstes und fast unsichtbares orthopädisches Fußbett, welches das Körpergewicht gleichmäßiger im Schuh verteilt und auch ohne individuelle Anpassung für den Großteil der Füße „funktioniert“.