Arten von Rollstühlen

Multifunktion

Rollstühle können mit Eigenantrieb genutzt werden.
Sie sind individuell optimal anpassbar.

Wie misst man einen Rollstuhl richtig aus?

Wenn ein Rollstuhl ins Haus kommt, dann soll er bequem und funktionell sein. Dazu muss er eine Reihe von Anforderungen erfüllen.


Zunächst ist wichtig, dass der Rollstuhl von der Krankenkasse auf Verordnung des Arztes, beschafft und geliefert wird. Das bedeutet, dass Sie mit der ärztlichen Verordnung, einem Rezept, ins Sanitätshaus gehen. Das Sanitätshaus wird dann in Absprache mit der Krankenkasse den für Sie geeigneten Rollstuhl beschaffen.
Wichtig im Gespräch ist der Satz: Den für Sie geeigneten Rollstuhl.

Die Eignung ergibt sich einerseits aus den Vorgaben des Arztes in der Verordnung, andererseits aus Ihren persönlichen Bedürfnissen.

Die Sitzbreite sollte so sein, dass Sie nicht im Rollstuhl seitlich hin- und herrutschen, aber auch nicht so eng, dass sie „eingequetscht sind. Der Rollstuhl soll seitlichen Halt bieten, aber nicht fixieren.

Die Sitztiefe ergibt sich aus der Länge der Oberschenkel. Sie sollten bequem an der Rückenlehne sitzen, ohne dass der Sitz in den Kniekehlen einschneidet oder bereits in der Mitte der Oberschenkel endet.

Die Höhe der Rückenlehne muss so sein, dass Sie guten Halt finden, aber nicht so hoch, dass sie die Greifreifen an den Rädern nicht mehr gut bedienen können, also Bewegungsfreiheit für die Schulterblätter lassen. Die Rückenlehne sollte also unter den Schulterblättern enden.

Gehhilfen

Gehhilfen sind Vorrichtungen, die Menschen mit unsicherem Gang unterstützen. Sie werden daher bei Einschränkungen der Gehfähigkeit und bei erhöhter Sturzgefährdung verwendet. Der Sammelbegriff Gehhilfe umfasst den Rollator genauso wie Gehstock, Krücken und Vierfuß. Da es doch recht viele unterschiedliche Varianten gibt, bieten wir hier einen Überblick.

Krücken und Einarmstützen

Auf die Einarmgehstütze (auch Unterarmgehstütze oder Krücke genannt) kann ein höherer Anteil des Körpergewichts abgestützt werden als auf einen einfachen Gehstock. Ein horizontaler Griff nimmt dabei das Gewicht auf, während die Unterarmstütze für Stabilität und gute Seitenführung sorgt. Bei Verwendung zweier Krücken kann eine Seite (Bein und Hüfte) auch völlig entlastet und geschont werden.

Zubehör für Gehstöcke und Krücken

Für Gehstöcke und Krücken gibt es Zubehör, das auch bei Eisglätte und Schnee einen sicheren Halt verschafft. Ein Aufsatz, die Eiskralle, verhindert z.B. ein Wegrutschen der Gehhilfe. Trotzdem sollten Sie unbedingt auf geeignetes Schuhwerk achten. Bei Glätte sollten Sie die Schuhe zusätzlich mit Schuhspikes (auch Schuhkrallen genannt) versehen. Diese Schuhkrallen sind leicht anzubringen und vermindern die Sturzgefahr bei Glätte erheblich. Nach der Verwendung können Schuhspikes wieder einfach abgenommen werden.

Gehwagen

Eine etwas allgemeinere Kategorie, meist werden als Gehwagen Gestelle mit vier Rädern bezeichnet, von denen wenigstens zwei lenkbar sind. Varianten mit vier lenkbaren Rädern können auf der Stelle wenden.

Unter der Bezeichnung Gehwagen werden zumeist Gehbehelfe verstanden, die nur im Innenbereich eingesetzt werden und häufig Trainingszwecken dienen (Gehtraining nach Krankheit oder Verletzung, Reha).

Gehgestelle und Gehrahmen

Rohrgestelle, in der Regel mit vier rutschfesten Füßen versehen. Zum Gehen werden Gehgestelle leicht angehoben und vorgeschoben, woraufhin der Benutzer sich abstützt und einen Schritt vor macht. Gehgestelle können auch über zwei Räder verfügen, so dass sie beim Vorschieben nicht völlig entlastet werden müssen.

Eine spezielle Form stellen reziproke Gehrahmen dar. Bei diesen sind die beiden Seiten gegeneinander beweglich, so dass immer nur eine Seite vorgeschoben wird, worauf ein Schritt mit dem Bein auf dieser Seite folgt.